Münster-Wolbeck. „Andern Leuten Freude machen“, das hat Jugendhippenmajor Steffen Steinbrede sich und den anderen Karnevalisten
zur Aufgabe gemacht.
So steht es in seiner
Ansprache zum ZiBoMo-Auftakt, der Inthronisierung des Hippenmajors. Eine
Rede, die er frei gehalten hat, so wie er überhaupt recht entspannt
durch die Session geht. Dabei hilft
ihm Adjutant Niklas Schröder, ebenfalls als 13-Jähriger angetreten.
Die Lieder des Hippenmajors
haben die beiden unterwegs im Auto mit der Garde gelernt, deren
Hauptmann Niklas Vater Uli Schröder ist:
„Uli, schmeiß die CD rein!“
Den Orden hat Steffen selbst
entworfen: Fußball-Symbole kamen nicht in Frage - die gab es dort schon
öfter. Da nahm er seinen
zweiten Sport, den er mit Niklas teilt, und ließ zwei Ziegen Volleyball
spielen. Die Feinheiten arbeitete die Designerin Angelika Schnitger aus.
Für Niklas hieß es dann, immer
eine ausreichende Zahl der 170 Orden zur Hand zu haben. Ebenso wie Hut
und Umhang des Jugendhippenmajors.
Die Termine haben die beiden
gut parat, das Management überlassen sie jedoch ihren Eltern: „Dafür hat
man ja die Eltern, wir
haben sehr viel die Schule im Kopf.“
Für die Eltern ist das leicht:
Beide Väter sind in der Garde und somit ohnehin bei den Auftritten
dabei. Auch Gudula Steinbrede
ist eingefleischte Karnevalistin, ihr Vater, Herbert Brüggemann, war 40
Jahre im münsterischen Karneval aktiv.
Steffen hatte zuerst Justus
Wortmann als Jugendhippenmajor erlebt und wollte es auch einmal werden.
Am Rosenmontag 2009 sprach er mit
seinen Eltern, auch mit Steffen Hinkelmann, Sohn des Hippenmajors
Reinhard Hinkelmann und Jugendhippenmajor, ein Telefonat mit Andreas
Schwegmann folgte: Zwei Monate später sagte der Hippenmajor in spe
Steffens Mutter
am Telefon: „Steffen wird Jugendhippenmajor“.
Vor den beiden liegen noch
viele Auftritte, auch einige, bei denen man ohne Amt nicht so leicht die
Chance zum dabei sein bekommt. Für
Niklas ist Everswinkel ein besonderer Ort - dort hat er bis 2009 zwölf
Jahre lang gewohnt. Kinder- und Seniorenkarneval, die Gala,
Frühschoppen, Schlüsselübergaben in Wolbeck und in Münster,
Hippenmajors-Frühstück
und dann der ZiBoMo-Umzug inmitten der Tanzmariechen als einzige Männer
auf dem Wagen sind weitere Stationen. Die letzte ist erst gekommen, wenn
der nächste Hippenmajor inthronisiert wird. Als schönsten bisherigen
Termin nennen die beiden die Damensitzung - da sei am meisten Stimmung,
Begeisterung gewesen. „Cool“ seien, so Steffen, die XXL-fen, wenn sie,
so Niklas, „die Hüften shaken“ lassen.
Noch jemand in der Familie ist
einverstanden, dass Steffen Jugendhippenmajor ist. Seine Schwester
Kristin, acht Jahre alt, findet es „gut“.
Nur hat sie ihn noch selten in seinem Amt gesehen - als Tänzerin der
„Little Sunshines“ ist auch sie bei vielen ZiBoMo-Terminen aktiv.
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