Kunst und Kultur

Zeitreise mit Wigbold-Brot und Burg-Braten im Drostenhof

17 Jun , 2005  

Münster-Wolbeck. Als Vorgeschmack auf eine Zeitreise kredenzten die Organisatoren des kommenden Dreifach-Jubiläums im Garten des Drostenhofes Brot und Braten nach altem Rezept. 450 Jahre Drostenhof in Wolbeck, 30 Jahre Westpreussisches Landesuseum im Drostenhof und fünf Jahre Förderkreis Drostenhof zu Münster-Wolbeck e.V. geben  Anlass zu einem Fest für Groß und Klein mit einer Zeitreise von der Renaissance bis heute. Das nun fünfte Fest, angestoßen vom Förderverein, beginnt mit Trompeten-Schall von Norbert Sudmann am Samstag, dem 25. Juni um 15 Uhr und endet um 21 Uhr.

Eine Reise mit großem Aufgebot: Zeitgenössisch kostümierte Gestalten empfangen die Besucher, Burg-Braten dreht sich über dem Grill, ein Herold führt als Zeremonienmeister durch das Programm. Den Part der früheren Hofnarren und Gaukler übernimmt der Hiltruper Zirkus Alfredo.

Schalmeien-Klänge machen den Anfang, Jazz beschließt die musikalische Dimension dieser Zeitreise. Die Organisatoren konnten das Renaissance-Ensemble von Renate Breilmann aus Roxel gewinnen. Wenn der Herold die Neuzeit ausruft, folgt das Jazz-Quartett von Ben Bönninger mit der Sängerin Kathrin Mander, die im Drostenhof in diesem Jahr schon einmal zu hören war.

Markus von Hagen, der Herold, wird auch mit Wolbecker Anekdoten aufwarten sowie Gereimtem zu westfälischen Kulinaria.

Auch Führungen durch das Museum sind bis 18 Uhr  möglich, wofür Jutta Fethke bereit steht, die stellvertretende Leiterin des Westpreußischen Landesmuseums. Als Ehrengäste haben sich die Erste Bürgermeisterin Münsters, Karin Reißmann, und Bezirksvorsteher Markus Lewe angekündigt.

Das Angebot an Speis und Trank ist teils historisch, teil modern. Dieter Alke organisierte Wigbold-Brot nach jahrhundertealtem Rezept und fand einen alten Backofen. Der Burg-Braten wird mit Kraut gereicht, das mit Kümmel und Speck zubereitet wird. Der Wein kommt aus Italien und Portugal.

Wolbecker Edelfrauen und Edelfräulein stiften Kuchen. Es sei erstaunlich, so Reinhard Sappok, wie groß die Bereitschaft vieler Wolbecker zum Mitmachen ist. Schon die Vorbereitungen machten dem Organisations-Team viel Spaß, von dem sich ein Teil am Freitag zur Presse-Konferenz im gräflichen Garten einfand.

(Visited 31 times, 1 visits today)


Kommentar verfassen

banner