Fugen-Seminar zieht Fachbetriebe von weit her nach Wolbeck |
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Donnerstag, 10. Dezember 2009 |
Münster-Wolbeck. Etwas Kleines zog am Donnerstag viele Fachleute von weit her zu einer Premiere nach Wolbeck in das Gartenbauzentrum Wolbeck: Für das richtige Fugen interessierten sich 85 Teilnehmer, darunter 79 Fachunternehmen des Garten- und Landschaftsbaus, aber auch Sachverständige.
Großer Aufwand für kleine Fugen
Für die unscheinbaren Verbindungsstücke betreiben die Fachleute
viel Aufwand: Der Untergrund muss auch größere Mengen Wasser schnell
ableiten können, das ist eine Frage des „Bettungsmaterials“ und der
Neigung. Sind die Pflastersteine verlegt, folgen Anmischen und Quirlen,
zum rechten Zeitpunkt – Ansteifzeit beachten! – Gießen und Verteilen,
Verteilen und Wiederanfeuchten, Abstreichen und Wegfegen überflüssiger
Hartteile und Bindemitteln, die einen Schleier hinterlassen könnten.
Dafür bekommt die Oberfläche dosierte Streicheleinheiten mit dem Besen.
In der Summe muss alles großen Lasten und Kälte widerstehen können.
„Sonst sitzen Ihnen die Kunden in den Hacken“, meinte ein Referent.
Schließlich könnten Fugen platzen oder sogar die Steinplatten.
Wie man alles richtig macht, zeigten in der glasüberdachten Erdhalle
des Gartenbauzentrums gleich neun der größten bundesweit aktiven
Hersteller der Baustoffe, ob mit Kunstharzbasis oder zementgebunden.
Eine seltene, hier die erste Gelegenheit für die Betriebe des Garten-
und Landschaftsbaus, an einem Tag neun Anbieter an 16 Musterflächen zu
vergleichen, betonte Diplomingenieur Piet Werland, Sachverständiger und
Referent des Tages. Die Betriebe hatten denn auch viele Geschäftsführer
und leitendes Personal nach Wolbeck entsandt.
Nicht nur die Erdhalle war voll, auch der Parkplatz. Das sei der
Schulbetrieb für 70 bis 80 Landwirte, erklärt der Leiters des Zentrums
Dr. Ulrich Reul, aber auch Prüfungen im Garten- und Landschaftsbau,
dazu ein Seminar über Personalführung mit 40 Teilnehmern. Im Januar,
das sei neu, gebe es dann auch einen Vorbereitungs-Lehrgang für
Pferdewirte-Meister, die früher in Handorf weitergebildet wurden. „Da
steht nichts frei“, resümierte Reul.
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