Münster. Wenn es um den Energieverbrauch und die Heizkosten geht, ist der bundesweite Heizspiegel eine praktische Orientierungshilfe für Hauseigentümer und Mieter. Er teilt den Energieverbrauch, getrennt nach den Energieträgern Öl, Erdgas und Fernwärme, in verschiedene Kategorien ein und bewertet den Verbrauch zentral beheizter Wohngebäude. Außerdem enthält er einen Gutschein für ein ausführliches kostenloses Heizgutachten. Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 18.02.2009 mit.
Heizspiegel erstellt von gemeinnütziger
Beratungsgesellschaft
Die aktuelle Ausgabe des Heizspiegels, die die gemeinnützige
Beratungsgesellschaft co2online zusammengestellt hat, gibt es ab sofort
in der Umweltberatung im Stadthaus 3, Albersloher Weg 33
(Öffnungszeiten: montags bis freitags 9 bis 13 Uhr). Auf den
Internetseiten von co2online kann der aktuelle Heizspiegel unter
www.heizspiegel.de auch kostenlos heruntergeladen werden. Dort
informiert außerdem der interaktive Energiespar-Ratgeber über
Sanierungsmöglichkeiten, Förderprogramme und Ansprechpartner.
Heizspiegel basiert auf bundesweit erhobenen Heizdaten
Der Heizspiegel basiert auf bundesweit erhobenen Heizdaten von 63 000
zentral beheizten Wohngebäuden. Mieter und Eigentümer haben die
Möglichkeit, die Zahlen ihrer aktuellen Heizkostenabrechnung aus 2008
mit den Werten des Heizspiegels zu vergleichen. So können sie schnell
und unkompliziert den Heizenergieverbrauch ihres Hauses oder ihrer
Wohnung einschätzen. Außerdem erfahren sie, wie hoch die
Kohlendioxid-Emissionen im vergangenen Jahr waren.
Detailliertes, kostenloses
Heizgutachten erhältlich
Bei Bedarf erstellt co2online auch ein detailliertes, kostenloses
Heizgutachten. Innerhalb von acht bis zehn Wochen bekommen
interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher eine schriftliche
Auswertung mit konkreten Empfehlungen für die wärmetechnische
Modernisierung ihres Hauses. Mieter können die Ergebnisse der
Heizkostenanalyse an ihren Vermieter weiterleiten.
Nachhaltige
Sanierungsmaßnahmen am Gebäude senken Abhängigkeit
Im Jahr 2007, so stellt der aktuelle Heizspiegel fest, sank der
Heizenergieverbrauch um rund sieben Prozent. Entsprechend gingen auch
die Heizkosten zurück: bei mit Erdgas beheizten Wohnungen
durchschnittlich um 5,6 Prozent, bei mit Heizöl beheizten Wohnungen um
4,9 Prozent und bei Wohnungen mit Fernwärme um 3,2 Prozent. Gründe
hierfür sind sparsames Heizen und der milde Winter 2007 mit relativ
stabilen Energiepreisen. "Die Freude über die aktuellen Zahlen wird
aber nur von kurzer Dauer sein", berichtet Dorothee Wißen von der
Umweltberatung der Stadt Münster. "Da die Preise für Öl und Gas
zwischen 20 und 30 Prozent gestiegen sind, wird 2008 - was die
Heizkosten betrifft - deutlich teurer als das Vorjahr. Langfristig
können sich Verbraucherinnen und Verbraucher nur durch nachhaltige
Sanierungsmaßnahmen am Gebäude von der Preisspirale unabhängiger
machen."
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