Besser frische Blumenerde für den Balkonkasten |
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Dienstag, 7. April 2009 |
Natur, Garten und Balkon. Jetzt im Frühjahr sollte der Hobbygärtner auch an seine Balkonkästen denken. Und auch die Kübelpflanzen müssen - bevor sie ins Freie gestellt werden - eventuell umgetopft und mit neuer und frischer Blumenerde versorgt werden.
Blumenerde aus dem vergangenen Jahr sollte dazu nicht noch einmal
verwendet werden, rät der Pflanzenschutzdienst der
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Pflanzen benötigen ein
Substrat mit ausreichender Wasser- und Luftkapazität, guter und
stabiler Struktur sowie einem angemessenen pH-Wert. Salzgehalt und
Nährstoffgehalt müssen stimmen. Vor allem muss die Blumenerde frei sein
von Krankheiten und Schädlingen. Diese Anforderungen könnten bei schon
einmal verwendeten Erden nicht mehr sicher erfüllt werden.Beet- und
Balkonpflanzen haben besonders hohe Ansprüche an das Substrat, in dem
sie wachsen. In dem beengten Kultursystem Balkonkasten werden der Erde
nicht nur Nährstoffe entzogen, auch die Zusammensetzung verändert sich.
Eine Wiederverwendung ist nur möglich, wenn die Erde vorher fachgerecht
gedämpft wird und fehlende Nährstoffe nach einer Bodenanalyse ergänzt
werden. Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis zur Verwendung von
neuen Substraten, die diese Anforderungen erfüllen. Auch von einer
Lagerung der Blumenerde über einen längeren Zeitraum rät der Fachmann
ab, da sich die Struktur der Erde bei abgepackter Sackware so stark
verändert, dass ein gutes Pflanzenwachstum nicht mehr gewährleistet
ist. Die alte Blumenerde kann übrigens gut mit anderen Materialien aus
dem Garten kompostiert oder über die Biotonne umweltverträglich
entsorgt werden.
Die Landwirtschaftskammer rät zum Kauf von Markenblumenerden, deren
Zusammensetzung von unabhängigen Instituten kontrolliert wird. Ihre
Zusammensetzung aus Humus, Ton sowie schnell und langsam wirkenden
Düngern garantiert ein optimales Wachstum der Balkonpflanzen. Bei
billigen Blumenerden ist die Zusammensetzung unklar. Oftmals werden
Abfallprodukte aus der Industrie als Blumenerden angeboten. Billigerden
verschlämmen und vernässen beim Gießen. Auch verdichten sie sich stark
und schrumpfen beim Austrocknen zusammen. Balkonpflanzen finden hier
keine idealen Wachstumsbedingungen.
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