Soziales und Miteinander

Umweltpreis 2005 an sieben Preisträger verliehen

23 Nov , 2005  

Münster.- "Umweltfreundlich handeln und einkaufen" war in diesem Jahr das Motto, unter dem der Wettbewerb um den Umweltpreis der Stadt Münster ausgetragen wurde. "Damit bringt der Umweltpreis zwei Themen zusammen, die für die Zukunft und Gegenwart Münsters von zentraler Bedeutung sind", unterstrich Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann anlässlich der Preisverleihung am Dienstag, 22. November, um 18 Uhr im Festsaal des Rathauses. Aus 56 Bewerbungen hat die vom Rat gewählte Jury sieben Preisträger für den mit insgesamt 5000 Euro dotierten Umweltpreis ausgewählt.

Jury wählte aus 56 Bewerbungen aus / Wettbewerb stand unter dem Motto "Umweltfreundlich handeln und einkaufen"

Familien, Schulklassen, Kindergärten, Arbeitsgemeinschaften, Einzelpersonen präsentierten wie auch zahlreiche Händler, die vom Einzelhandelsverband Münsterland zur Teilnahme ermuntert worden waren, ihre Ideen. Mit ihren Ideen verbinden sie den wirtschaftlichen und den Umweltnutzen alltäglichen Handelns vor und hinter der Ladentheke. Damit leisten alle Bewerber gleichermaßen einen wesentlichen Beitrag, wichtige Zukunftschancen für die Einkaufs- und Handelsstadt Münster aufzuzeigen.

In über 35 Läden und mehreren Kantinen und Gaststätten Münsters verkauft der Naturschutzbund Münster e.V. (NABU) Apfel-, Apfel-Holunder und Pflaumensaft und sorgt so für den Erhalt von Streuobstwiesen als Biosphären. Verschiedene Liköre, Obstbrände, Fruchtaufstriche, Trockenobst, aber auch Obstessige bilden eine breite ökologisch-biologische Produktpalette. Der NABU erhält den Umweltpreis für sein Streuobstwiesenprojekt und den damit verbundenden Erhalt von rund 100 Flächen und 80 alten heimischen Obstsorten.

Für die Erzeugung von Milch und Milchprodukten ist der Landwirt Leonhard Große-Kintrup aus der Bauerschaft Kasewinkel bei Handorf ausgezeichnet worden. Die Erzeugung von Milch und Milchprodukten folgt den Richtlinien der Regionalen Landwirtschaft Münster (RLM), orientiert an Kriterien des biologischen Anbaus.

Weltweit und in Münster bereits seit 20 Jahren mit einer Filiale erfolgreich ist die Firma "The Body Shop", die Kosmetik auf Naturstoffen herstellt. Den Umweltpreis der Stadt Münster erhält das Unternehmen auch für seinen Einsatz für ein konsequentes Verbot von Tierversuchen für die Kosmetikindustrie und seine Infokampagnen für die Belange des Umwelt-, Frauen- und Kinderschutzes.

Einst schmucklose Eier-Kartons von ihrem Einweg-Dasein befreit haben Kinder, Eltern und Erzieherinnen der Gruppen Bussibären und Tigerenten des St. Agnes-Kindergartens. Sie verteilen ihre bemalten Kartons an die Kunden des Huberti-Wochenmarktes und ermutigten sie, diese so oft wie möglich bei den folgenden Markbesuchen wieder zu verwenden. Mit dem Umweltpreis wird ihr liebevoller Umgang mit Grundmaterialien ausgezeichnet. So wird auch anderen Kindern der pflegliche Umgang mit der Umwelt vermittelt.

Neun Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 der Martin-Luther-King-Schule haben gemeinsam mit ihrem Lehrer ein »Schülerunternehmen« für umweltfreundliche Schuldbedarfsartikel ins Leben gerufen. Hefte aus Recyclingpapier, nachfüllbare Patronen werden auf diesem Weg direkt in der Schule verkauft. Diese direkte und aktive Einbindung umweltverträglichen Handelns in die alltägliche Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sowie die damit verbundene Lernerfahrung war der Jury der Umweltpreis der Stadt Münster wert.

Die pure Kraft der Sonne tankt die "Batteriefreie" Paul-Gerhardt-Realschule. Die Schüler nutzen im Physikunterricht elektronische Geräte, die bisher durch Batterien betrieben wurden. Diese wurden durch Akkus ersetzt, die innerhalb der Schule an der selbst gebauten Photovoltaikanlage aufgeladen werden. In einer Kampagne wurden die Schüler aufgerufen, ihre Unterhaltungselektronikgeräte ebenfalls nur noch mit Akkus zu betreiben. Dieses Konzept hat die Jury sehr überzeugt.

Für die "Initiative 2000plus – Papierwende" ist das Gymnasium Wolbeck ausgezeichnet worden. Schüler, Eltern und Lehrer haben sich zunächst eingehend über die ökologischen Probleme der Papierherstellung informiert. In einer Selbstverpflichtung haben die Schüler den ausschließlichen Gebrauch von Heften aus 100 Prozent Altpapier vereinbart. Für diese Selbstverpflichtung werden auch die jeweils neuen Jahrgänge geworben. Mehr als 1000 Schüler haben sich seit 2002 verpflichtet.

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