Tagung über Judah und Judäer – Internationale Experten Mitte August in Münster erwartet

Das 4. Jahrhundert v. Chr. ist das bisher unbekannteste Kapitel in der Geschichte Israels. Anhand neuer Funde möchten Wissenschaftler mehr Licht in diese Epoche bringen. Hierzu werden Mitte August 27 internationale Experten, darunter Archäologen, Epigraphiker, Historiker und Bibelwissenschaftler aus Israel, USA, Kanada und Europa, in Münster erwartet.

Die internationale Konferenz vom 12. bis 15. August steht unter dem Thema "Judah und Judäer im 4. Jh. v. Chr. (Judah and Judaeans in the Fourth Century). Von den Ergebnissen erhoffen sich die Wissenschaftler unter anderem neue Einblicke in die Datierung der Kanonisierung der mosaischen Thora.

Veranstalter der Tagung im Agora-Tagungsort am Aasee sind Prof. Dr. Rainer Albertz von der Evangelisch- Theologischen Fakultät der Universität Münster und Prof. Dr. Oded Lipschits von der Abteilung Archaeology of Jewish History der Universität Tel Aviv. Die Tagung, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt wird, findet unter dem Dach des Centrums für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraumes (GKM) der Universität Münster statt.

Dieses Centrum wurde 2003 gegründet und ging aus dem Sonderforschungsbereich "Funktion von Religion in antiken Gesellschaften des Vorderen Orients" hervor. An der Universität Münster sind besonders viele Disziplinen angesiedelt, die sich mit der Forschung und Lehre des östlichen Mittelmeerraums beschäftigen. Griechenland, Kleinasien, Syrien, Mesopotamien, Iran, Israel, Palästina, Ägypten, Arabien und Nordafrika stellen die Verbindung zwischen Orient und Okzident dar. Ihre Kulturen prägten nicht nur die Geschichte dieser Region, sondern auch die Geschichte ganz Europas.

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