Kultur

Stadtmuseum Münster sucht Hilfe von Zeitzeugen

21 Mrz , 2006  

Münster.- Wer seine Fotos nicht chronologisch im Fotoalbum aufbewahrt, kennt das Problem. Nach wenigen Jahren ist nicht mehr sicher, wer oder was zu sehen ist und wann das Foto entstanden ist. Was für vergleichsweise kleine Sammlungen von Hobbyfotografen gilt, ist beim Nachlass des münsterschen Pressefotografen Willi Hänscheid eine echte Herausforderung: er umfasst 300 000 Negative aus drei Jahrzehnten. Das Stadtmuseum bittet deshalb die Münsteranerinnen und Münsteraner um Unterstützung bei der Zuordnung einer Reihe von Bildern. Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 21.03.2006 mit.

Ausstellung mit Fotos von Willi Hänscheid

Bis zum 2. April sind 31 Fotos von Willi Hänscheid aus den 1950er bis 1970er Jahren in der ersten Etage des Museums zu sehen, die die Fachleute nicht zuordnen können. Besucher, die Menschen, Gebäude oder Straßenzüge wiedererkennen, können ihre Anmerkungen in einer Begleitmappe festhalten. So tragen sie zur nächsten Ausstellung mit Fotos von Willi Hänscheid bei. "Die Wunderjahre – Münster in Fotos von 1950 bis 1958" soll ab dem 29. Oktober im Stadtmuseum gezeigt werden.

Zeitzeugen gesucht

Zeitzeugen, die Münster noch aus den Nachkriegsjahren kennen, erinnern sich möglicherweise an Straßenzüge, die heute einen anderen Anblick bieten als vor Jahrzehnten. Besonders das Umfeld der Wohnung oder des Arbeitsplatzes bleibt vielen Menschen in Erinnerung. Vielleicht werden auf Fotos sogar alte Bekannte wieder entdeckt und machen so die Datierung möglich.

Gezeigt werden Aufnahmen etwa von Modellen beim Schaufrisieren in der Halle Münsterland, vom weiblichen Personal einer Gaststätte, einer Bürobelegschaft, von Kindern in Häschen-Karnevalskostümen oder Kuchen backenden Junggesellen.

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