Stadt und Erik-von-Witzleben-Stiftung kämpfen für Verbleib des Westpreußischen Landesmuseums

Münster.- Die Erik-von-Witzleben-Stiftung als Trägerin des Westpreußischen Landesmuseums in Münster-Wolbeck und die Stadt Münster wollen gemeinsam weiterhin alles dafür tun, um das Museum in Münster zu behalten und eine Verlegung nach Lüneburg zu verhindern. In einem Gespräch von Vertretern der Stiftung mit Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann wurde festgelegt, dass man gegenüber der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) in einem Standortpapier alle Argumente für Münster zusammenfassen will.

In diesem Papier sollen auch die beiden Standortoptionen in Wolbeck und Hiltrup aufbereitet werden und die jeweiligen Kosten für den Neubau oder die Erweiterung sowie die Folgekosten aufgezeigt werden. Außerdem soll deutlich gemacht werden, wie man die Besucherzahlen steigern kann.

Einseitig für Lüneburg verhandelt?

"Es gibt gute Argumente für Münster, an denen Lüneburg sich erst einmal messen lassen muss", sagte Tillmann. Der Oberbürgermeister zeigte sich nach wie vor verärgert, dass seitens der Bundesregierung offenbar einseitig für Lüneburg verhandelt und argumentiert werde und Münster an den Gesprächen nicht beteiligt werde.

Den bisherigen Umgang der BKM mit dem sensiblen Thema und der komplizierten Gemengelage halte er nicht nur für unangemessen, sondern auch für unfair. "Spätestens wenn mit Halbwahrheiten und falschen Informationen der Standort Münster madig gemacht wird, ist die Grenze erreicht", sagte der Oberbürgermeister.

Streit um Besucherzahlen

Seitens der Erik-von-Witzleben-Stiftung wurde in dem Gespräch die enge Verbindung zwischen dem Westpreußischen Landesmuseum und Münster betont, die man nicht aufgeben wolle.

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