Wohnen

Sparen fängt im Heizungskeller an

20 Feb , 2006  

Ein Schreck, den Verbraucher schon erwarten: In den ersten Monaten des Jahres stellen sie fest, dass sie mal wieder höhere Beiträge, Gebühren, Fahrpreise, Nebenkosten und einiges mehr hinnehmen müssen. Zusätzliche Lasten, die die finanziellen Spielräume privater Haushalte noch enger machen.

Wirksames Spar-Potenzial im eigenen Heizungskeller 

Kein Wunder, dass in vielen Familien rigide Sparmaßnahmen, intensive Preisvergleiche und die Vermeidung überflüssiger Kosten zu den wichtigsten Vorsätzen gehören. Oft wird allerdings bei der Suche nach Schnäppchen-Angeboten für Kleidung und Lebensmittel übersehen, dass das effektivste Spar-Potenzial im eigenen Heizungskeller steht: Schließlich waren es vor allem die Brennstoffpreise, die die Lebenshaltungskosten im letzten Jahr massiv in die Höhe getrieben haben.

Energiebedarf beeinflussen

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Und gerade beim Energiebedarf haben Verbraucher vielfach sogar erhebliche Einflussmöglichkeiten — ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Beiträgen und Gebühren. Manchmal genügt schon die Beachtung einiger Verhaltensregeln, um die Heizkosten deutlich sinken zu lassen. So verringern beispielsweise nach Angaben des Umweltbundesamtes Rollläden vor den Fenstern nachts bei tiefen Außentemperaturen die Wärmeverluste über Glas und Rahmen um mehr als 20 Prozent. Verkleidete oder zugestellte Heizkörper tragen ebenso zu einer unnötigen Erhöhung des Wärmebedarfs bei wie andauernd geöffnete Kippfenster. Grundsätzlich sollte unfreiwilliges Dauerlüften durch Fugen und Ritzen vermieden werden.

Und Thermostatventile sparen bei bewusstem Einsatz zusätzlich bis zu acht Prozent Heizenergie. Dazu gehört es unter anderem, die Wärmezufuhr nachts und bei Abwesenheit stets abzusenken sowie für jeden Raum nicht mehr als die benötigte Behaglichkeitstemperatur einzustellen.

Kessel-Austausch prüfen

Sollte für die Wärmeerzeugung allerdings eine betagte Heizungsanlage mit zehn oder mehr Betriebsjahren. verantwortlich sein, dann ist ein Kesselaustausch eindeutig die ergiebigste Sparmaßnahme. Moderne Brennwertgeräte kommen durch eine zusätzliche Verwertung der Wärmereserven in den Abgasen auf eine Energie-Effizienz, die um bis zu 40 Prozent über der alter Kesselmodelle liegt.

Mit der Heiztechnik sollte gleichzeitig jedoch auch der Brennstoff auf den Prüfstand kommen. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass die Brennwerttechnik ihre Vorzüge am effektivsten bei Gasheizungen ausspielt. Der technische Hintergrund: Bei der Brennwertnutzung geht es um die Kondensationsfähigkeit der Abgase, die wiederum vom jeweiligen Wassergehalt des Energieträgers abhängt. Und da Gas einen höheren Anteil an Wasserstoffverbindungen als z. B. Heizöl hat, bieten Gasbrennwertheizungen die besten Voraussetzungen für eine effektive Wärmeausbeute. Dies ist im übrigen nicht vom Standort abhängig: In Regionen außerhalb der öffentlichen Gasleitungsnetze lassen sich Brennwertheizungen problemlos mit dem leitungsunabhängigen Brennstoff Flüssiggas betreiben. Energie-Lieferant fürs sparsame Heizen ist dann ein ober- oder unterirdischer Tank außerhalb des Hauses.

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