Kunst und Kultur

„Museum im Netz“ macht Geschichte spannend

14 Aug , 2006  

Münster.- Museumsbesuche können ganz schön spannend sein. Das wollen Jugendliche ihren Altersgenossen auf „jungen“ Kommunikationswegen vermitteln. Darum gibt es jetzt den Kooperationsvertrag "Museum im Netz. – Jugendliche schreiben Stadt-Geschichten". Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 14.08.2006 mit. Damit hat Münster eine innovative Form mehr, jungen Menschen Geschichte und Museen zu vermitteln.

Kinder führen Kinder: Projekt im Landesmuseum in Wolbeck

In Münsters Stadtteil Wolbeck haben 2006 Kinder anderen Kindern die Ausstellung Danziger Malerei nähergebracht. Angeleitet wurden sie im Westpreussischen Landesmuseum von einer Kulturvermittlerin (Junge Geschichtenerzähler führen durch die Danziger Malerei des 19. Jahrhunderts).

Den Kooperationsvertrag "Museum im Netz. – Jugendliche schreiben Stadt-Geschichten" unterzeichneten  die Leiterin des Stadtmuseums Münster, Dr. Barbara Rommé, und der Leiter des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums, Dr. Arnold Hermans.

Der Grundkurs Geschichte der Jahrgangsstufe 11 erforscht unter der Leitung von Bärbel Dahlhaus die im Stadtmuseum ausgestellte Geschichte Münsters und konzipiert einen Internetauftritt für Gleichaltrige. Für diesen praxisnahen Unterricht hat Dr. Edda Baußmann vom Stadtmuseum eine Unterrichtsreihe entwickelt, die für ein ganzes Schuljahr ausgelegt ist.

In regelmäßigen Besuchen ziehen nach den Sommerferien die Schülerinnen und Schüler ins Museum und durchstöbern die umfangreiche Schausammlung. Während dieses "Unterrichts" im so genannten außerschulischen Lernort Museum setzen sie sich mit den unterschiedlichen Epochen in Münsters Geschichte auseinander. Sie lernen, wie ein Museum funktioniert und erfahren, auf welchem Weg ein Exponat in die Vitrine gelangt.

Mit diesem Blick hinter die Kulissen wächst die Lust an der Geschichte und auch der Wunsch, die eigenen Kenntnisse weiter zu geben. Darum gehören auch Führungen von Jugendlichen für Jugendliche zum Programm.  
Die Forschungsergebnisse der Annette-Schüler bilden die Grundlage für den geplanten digitalen Leitfaden durch die Schausammlung des Stadtmuseums. Die professionelle Umsetzung der Internetpräsentation übernehmen Studierende der Fachhochschule für Kunst und Design, so dass in den nächsten Sommerferien niemand mehr sagen kann: "Museum ist langweilig".

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