'Ja, was glauben Sie denn?': Jürgen Becker auf dem Streifzug durch die Weltreligionen
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Samstag, 23. Januar 2010
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Plötzlich ist die Religion wieder da. Glauben hat Hochkonjunktur und Weissagungen sind en vogue. Und selbst wer nichts glaubt, muss dran glauben. Im Dschungel der Religionsmythen behält der Kabarettist Jürgen Becker die Übersicht: Die präsentiert er am Samstag, 23. Januar 2010, im H1 in Münster.
Wer als geistiger Endverbraucher nicht überrollt werden will, braucht klare Sicht - meint der Satiriker. Sonst ist die Gefahr groß, dass er zu früh im falschen Himmel landet und im himmlischen Elferrat neben den falschen Leuten sitzt.
Wie gewaltig ist Religion? Jürgen Becker wollte es wissen und hat sich die Mythen der Welt zur Brust genommen. Was da zum Vorschein kommt, glaubt kein Mensch. Oder wussten Sie, dass die Perser dachten, die Welt sei aus dem Körper des Lichtgottes Ormuzd herausgewachsen? Dass die Inder Gott für eine Schildkröte hielten und den Ursprung der Welt für einen Butterberg? Und hätten Sie gedacht, dass die unbefleckte Empfängnis schon bei Zarathustras Geburt eine große Rolle spielte? Alles Inhalte des munteren Nummern-Brettls.
Auch die Idee der Auferstehung ist keine Exklusivkreation des Christentums, sondern gehörte laut Jürgen Becker schon 3000 Jahre vorher zum Kulturprogramm. Kräftig rührt der Kleinkünstler Becker in der Ursuppe der Weltreligionen, würzt sie mit rheinischem Humor und schmeckt sie ab mit einer Prise Binsenweisheit. Der religiöse Appetit wird satirisch gestillt und das Erstaunen wächst, wie sehr die Freude am Unsinn die Suche nach dem Sinn beflügelt.
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