Wirtschaft und Wirtschaftspolitik

Münster ist erneut Top-Ten-Standort

16 Nov , 2006  

Münster, 15.11.06 (wid). Münster hat es wieder mal schwarz auf weiß: Die Westfalenmetropole gehört in Nordrhein-Westfalen zu den Top-Ten-Standorten. Das ist das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie der  Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) über die erfolgreichsten Wirtschaftsregionen.

Im NRW-Landesranking belegt die Westfalenstadt unter den kreisfreien Städten Platz drei hinter Düsseldorf und Leverkusen. Im direkten Vergleich zu den 54 Kreisen und kreisfreien Städten des Landes rangiert Münster auf Platz neun und ist damit Top-Ten-Standort. Die Studie im Auftrag der INSM ist nach eigenen Angaben das erste wissenschaftliche Regionalranking Deutschlands.

Münster punktet bei der Erhebung besonders durch einen hohen Anteil hochqualifizierter Beschäftigter (13,4 Prozent hatten in 2005 einen Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschluss), ein hohes Bruttoinlandsprodukt (in 2004 wurde je Einwohner eine Wirtschaftsleistung von 38.549 Euro erbracht) und eine hohe Einkommenssteuerkraft (der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer belief sich in 2004 auf 318 Euro). Mit diesen Stärken liegt Münster weit über dem Bundesdurchschnitt.

„Das positive Ergebnis freut uns sehr. Es ist ein Indiz dafür, dass Münster es geschafft hat, sich gegenüber anderen Städten zu behaupten und als Wirtschaftsstandort besondere Qualitäten aufweist“, erklärt Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster.

Dr. Robbers, der lange Zeit für Leverkusen als Wirtschaftsförderer tätig war, führt das gute Abschneiden seiner ehemaligen Wirkungsstätte vor allem auf die spezialisierte Güterproduktivität von Bayer zurück. „Unter diesem Licht betrachtet, gewinnt das positive Ergebnis für Münster noch mehr an Bedeutung“, fügt der Chef der münsterischen Wirtschaftsförderung hinzu. Robbers merkt darüber hinaus an, dass es ausgesprochen schwierig sei, Städte mit Regionen zu vergleichen, da dies zu falschen Ergebnissen führe.

Die Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Insgesamt hat die INSM 48 Einzelindikatoren ausgewertet. Für die Rangfolge wurden Werte für Wohlstand und Arbeitsmarkt mit je 25 Prozent berücksichtigt; Standort, Wirtschaft und Struktur mit je 15 Prozent und der Faktor Staat mit fünf Prozent.

Bereits im Juni dieses Jahres hatte das Magazin „Wirtschaftswoche“ zusammen mit der INSM die 50 nach Einwohnern größten deutschen Städte auf den Prüfstand gestellt. Münster belegte dabei in der Gesamtwertung den achten Platz (im Vorjahr Platz 15).

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