Münster-Amelsbüren. „Wollt ihr eine Zugabe?“ fragte Sitzungspräsident Robert Albers das Publikum der Prunksitzung der AKG Emmerbachgeister nach dem Auftritt der Emmerbachstrolche mit ihrem Showtanz „Tanz um den Blocksberg“. Sie wollten und bekamen eine.
Gäste der Prunksitzung fordern viele Zugaben
Danach brauchte nicht mehr gefragt zu werden. das Publikum im fast
vollen Saal des Roncalli-Hauses tat es nun von sich aus laut kund.
Sogar, wenn keine Zugabe möglich war - auch so macht man einer
Tanzgruppe Komplimente. Eine einfallsreiche, farbenprächtige Show
lieferte die „Emmerbachflotte“ als Bauarbeiter ab.
Förderpreis aus Münster für AKG
Ein großes Kompliment bekamen die Aktiven und besonders die
Tanz-Trainerinnen der AKG, nämlich den "Jokus-Förderpreis für
vorbildliche Jugendarbeit im Karneval". Den überreichte für die KG Jokus
ein ehemaliger AKG-Präsident, Bernd Dombrowsky.
Immer wieder gefragt war Lady Carneval Claudia Schwenken. Sie hatte sich
anfangs mit ihrer Arbeit für psychisch kranke Kinder und
karnevalistischen „Vorerfahrung“ vorgestellt und sah sich in ihrem roten
Kleid mit Applaus als gefragte Partnerin durch den ganzen Abend
getragen. An ihrer Seite ein aufmerksames Paar, die Kinderprinzen der
Session 2008/09 Ines Miling und Marius Weimann. Die übrigens viele der
AKG-Veranstaltungen mit dem Prädikat „sehr gut“ lobten.
Viel Schwung brachte das münsterische Jugendprinzenpar André II.
Wichtrup und Marleen I. Waltersmann mit, in ihrem Schlepptau ein
mannsgroßer Knuddelbär und die Aasee-Sternchen. Die zeigten neben
gekonntem Spagat auch, wie man die Beine hoch bis fast zu den Sternen
wirft. Auf andere Weise außer Atem brachte das Publikum „Usse Mia“ -
diese Dame kalauerte vor Kuchen mit viel, viel Sprühsahne, dass Mann und
Frau im Saal herzlich zu lachen hatten. Viel Wortwitz hatten auch die
putztuchschwingenden Geschwister Dust als „Ata-Girls“ mitgebracht.
Bauchredner Gerry zog mit seiner Puppe, dem älteren Nicht-Gentleman
Louis, auch die Lady Carneval und AKG-Präsident Friedhelm Schade in
seine teils krachledernen Späße ein. Und noch mehr Nummern hatte die AKG
für ihre Prunksitzung engagiert: Alfons Abeln bespaßte mit
ungeschminkten Wahrheiten aus dem Schützenbruder-Leben und gegen
Mitternacht lockten die „Scheunenrocker“ manche Dame auf die Stühle.
Stimmkünstler des Abends aber war kein anderere als Stadtprinz Andreas
Koch. Heiser kam er zu seinem letzten Auftritt dieses Freitags - und
war so flexibel, die tiefe, rauchige Stimme kultiviert einzusetzen.
Etwa, um die Lady Carneval zu beehren, traditionell ein Liebling der
Stadtprinzen. Flinke Beine hatten er und seine Adjutanten .. Thoma
Christenhusz und Rolf Jungenblut um diese Zeit auch noch.
Gesungen wurde viel in dieser Prunksitzung, am besten traf die Stimmung
wohl: „... nur nach Hause geh’n wir nicht“.