Rektorin Nelles zieht Strafanträge gegen Studierende zurück |
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Donnerstag, 21. Januar 2010 |
Münster/Universität. Die Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Prof. Dr. Ursula Nelles, hat ihre am 5. November gestellten Strafanträge wegen der Besetzung des Hörsaals Audimax in der Johannisstraße zurückgezogen. In einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft Münster bat sie darum, die Ermittlungen "hinsichtlich aller Beteiligten" einzustellen. Am 6. November hatte die Polizei den Hörsaal geräumt und dabei die Personalien von 53 Personen aufgenommen.
Auch nach der Besetzung des Hörsaals F 1 im Fürstenberghaus am Domplatz
am 17. November hatte die Rektorin Strafantrag gestellt, den sie jetzt
ebenfalls zurückgezogen hat. Bei der Räumung des F 1 am 23. November
hatte die Polizei einen leeren Hörsaal vorgefunden. "Alle Studierenden
sollen sich unbelastet auf die anstehenden Klausuren und Prüfungen
vorbereiten können", begründete Ursula Nelles ihre Entscheidung. "Zudem
hat der ,Bologna-Tag` an unserer Universität am 13. Januar gezeigt,
dass die Studierenden dazu bereit sind, konstruktiv an der Reform des
Bologna-Prozesses mitzuarbeiten. Ich gehe davon aus, dass es zu keinen
weiteren illegalen Störungen kommen wird."
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