Gemeinden verabschieden Pastoralreferent Renk in St. Bernhard
Montag, 18. Januar 2010
Münster-Angelmodde. Abschied von Pastoralreferent Wilfried Renk und ein Blick nach vorn standen am Sonntag auf dem Programm des Festgottesdienstes in St. Bernhard. Viele Gläubige auch aus anderen Gemeinden wie der evangelischen Friedenskirche, St. Nikolaus Wolbeck, St. Agatha und St. Regina in Drensteinfurt waren gekommen; auch Diakon Gerd Suppanz und der emeritierte Pfarrer Alfons Dinkelborg zelebrierten neben Pfarrer Klaus Wirth.
Abschied und Blick nach vorn
Der Abschied verband sich gut mit dem Beginn der Weltgebetswoche
für die Einheit der Glaubenden. Denn neben dem
Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Peter Repgen sprach auch der
evangelische Pfarrer Hartmut Hawerkamp. Mit Renk sei „einer meiner
liebsten Kollegen ein katholischer Pastoralreferent. In vielen
gemeinsamen Gottesdiensten und Aktionen habe er „Freude an der Arbeit
und an der Zusammenarbeit gehabt“. Die Unterschiedlichkeit der
Glaubenszugehörigkeiten habe „auch Konsequenzen, die nicht nur schön
sind“, sie könnten verunsichern und stören. Renk habe sich befragen
lassen und befragt, dankte Hawerkamp. Er habe sich gewehrt gegen
Gleichmacherei im Glauben und gegen Strukturen, in denen „kein Platz
war für das Eigene und die Unterschiede“. Repgen dankte für Renks
Wirken besonders in der Kinder- und Jugendarbeit, der Musik und der
Technik. „Und darum geben wir dich so ungern an den Bischof ab“,
schloss Repgen. Eine ganze Schar von jungen Ministranten zeigte
Präsenz, der Kirchenchor musizierte gemeinsam mit dem Chor ConTakt und
dessen Musikern, unter ihnen auch Renk selbst.
Renk dankte Hawerkamp und der Gemeinde für die gut elf Jahre. Er habe
„Nähe erfahren dürfen“. „Der Bischof kriegt mich nicht ganz, ich wohne
weiter hier.“ Er nehme die Erfahrung aus „28 Jahren im ‘Sumpf’, vor
Ort, mit, da, wo die Füße nass werden“. Die neuen Aufgaben in der neu
geschaffenen Stelle seien noch nicht ganz abgesteckt, so Renk, aber es
gehe darum, die Kommunikation zwischen den Hauptabteilungen wie
Liegenschaften, Finanzen oder Seelsorge in dieser kirchlichen Behörde
zu fördern. Das liege ihm auch und die Resonanz sei erfreulich.
Intensiv griff Pfarrer Wirth die Chancen von Renks neuer Tätigkeit als
persönlicher Referent des Generalvikars auf. Impulse von unten und
Wissen um „die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort“ müssten immer
wieder dort ankommen. Die Gemeinden dürften nicht „personell verarmen“.
Als Geschenk bekam Renk einen warmen Hut für die „luftige Höhe“ am
Domplatz. Nach dem festlich und mit viel Musik und Gespräch
gestalteten, fast eindreiviertelstündigen Gottesdienst ging es in das
Pfarrzentrum.