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Joja Wendt zeigt in Hiltrups Stadthalle Herz und Können an 88 Tasten
Sonntag, 10. Mai 2009
Münster-Hiltrup. Schnell schloss das Publikum in Hiltrups Stadthalle den Gast aus Hamburg in sein Herz: Joja Wendt ließ sein Programm "Mit 88 Tasten um die Welt" hören und sehen.
Viel Zeit nimmt sich der unberechenbare Routinier für das Publikum, das
er schnell zu seinem macht. Zwei zu spät kommende Everswinkler bugsiert
er spontan auf ihren Platz in der ersten Reihe – "wie peinlich!" -,
doch alles, alles mit Liebe und viel Humor. Für den Fotografen eines
obskuren "Osthiltruper Generalanzeigers" posiert er gar. Wieder eine
Gelegenheit zum gemeinsamen Lachen mit den reaktionsschnellen Gästen.
Das kann an diesem Abend nicht anders, als "intelligent, musikalisch
und distinguiert" zu sein, denn so ist es, Wendt hat es gleich gesehen
und mehrfach gesagt. Der "Multi-Kulti-Haufen", so Wendt, in der nicht
ganz vollen, akustisch guten Stadthalle kommt teils aus der Ferne, vom
Tegernsee und aus Erfurt, auch aus Reken.
Intelligent ist es, denn wenn der smarte Pianist kokett die unspielbare
Schwierigkeit des nächsten Stückes betont, dass "selten ein Pianist
...", "aber heute abend ... " dann setzt verzögerungsfrei das Lachen
ein: Die Dinstinguierten haben ihn durchschaut.
Und sie wirken mit: "Frank" etwa nicht nur als Jacket-Halter, auch mit
fehlerfreiem Nachsingen: "Wuddeldidatten dong dong, Wuddeldidatten peng
peng". Renate, die Klingel in der Hand, kitzelt mit Treffern und
Verspätungen aus Wendt "Ja!" Und "Neeiin!" heraus.
Da hat Wendt seine Gäste schon in Irland und der Südsee verwöhnt und
mit dem pneumatisch gelagerten Steinway-Flügel die Wogen des Atlantik
nachfühlen lassen, in klassisch einsetzenden Ouvertüre die Hörer in die
Applaus-Falle gelockt und sein spitzbübisches Lächeln zelebriert. Wie
flink seine Finger sind, wenn er nicht gerade mit Fäusten spielt oder
mit der Nase, zeigt eine Video-Leinwand.
Jazz-Fans beglückt der studierte Musiker mit Brubecks "Take Five" mit
Joja-Einschlag, Hummelflug-Freunde mit einem phasenweise originalen
Nikolai Rimsky-Korsakov. Rachmaninoff fehlt im anspruchsvollen
Flügelspiel ebenso wenig wie ein "Tiger Rap".
So gehen in der Pause nicht nur Wendts CDs gut weg, auch die Noten finden Anklang bei einigen Nachwuchs-Pianisten.
Am Sonntagabend verlieht Wendt seiner Tournee in der Hiltruper
Stadthalle ein fulminant unterhaltendes und virtuoses Ende. Ganz zu
Anfang seiner Karriere, verriet er, ist er mal im "Rusticus"
aufgetreten, einer Wolbecker Gaststätte: "Sonst wäre ich heute nicht
hier." Und so habe Münster seinen festen Platz in der Musikgeschichte.
Klingel-Klavier-Duo Renate und Joja.
Sportlich-impressiv
Die Melodie der Eskimo-Oma original nach Eskimo-Hand und Nasensatz gespielt.
Nicht wenige Kinder wollten die Noten des musikpolizeilich gesuchten Hamburgers erstehen.
Eleganter Entertainer.
Joja Wendt posiert für den Fotografen des obskuren Blatts \"Osthiltruper Generalanzeiger\".
Das Klingeln ging daneben.
Mit 88 Tasten um die Welt - hier \"irisch\" illuminiert.
Traumpaar Joja und Frank, nur ein Exemplar des intelligen, musikalischen, distinguierten Publikums.
Traumpaar Joja und Frank, nur ein Exemplar des intelligen, musikalischen, distinguierten Publikums.
Sendenhorst. „Ich bin schon ein wenig stolz, dass wir es in den letzten 10 Jahren geschafft haben, immer wieder junge hervorragende Musikerinnen und Musiker im Rahmen unserer Preisträgerkonzerte nach Sendenhorst zu holen“, kündigt Jürgen Krass, Vorsitzender des Fördervereins Haus Siekmann, das nunmehr 10. Preisträgerkonzert an, das traditionell am zweiten Adventsonntag stattfindet.
Sendenhorst, 28.12.2007. 1995 kam Vadim Neselovsky als jüdischer Kontingent-Flüchtling nach Unna-Massen, seit August 2007 hilft er selbst und beteiligt sich in dem vom Wirbelsturm Katrina verwüsteten New Orleans an einen Projekt, das Musiker in Schulen und zu Big-Bands bringt. Und bis zum 6. Januar ist Neselovsky als begehrter Gast des east-west quartetts von Schwerte bis Bönen unterwegs. Mit Jazz und Klassik macht der Pianist seit Jahren aus kleinen Anfängen schon seit Jahren große Sprünge.
Münster-Wolbeck. „Sie haben mir ein anderes Bild von Goethe vermittelt“:
So dankte Raymund Droste zu Senden, Vorsitzender des Förderkreises
Drostenhof, den Künstlern eines gut besuchten Abends im Rittersaal des
Drostenhofes.
„Besser als Urlaub“ Internationales Quartett jazzt gern im vollen Sendenhorst. Gleich drei Komponisten in einem Quartett, das bürgte für
Ausgefallenes und Qualität. Und sorgte für begeisterte Jazz-Freunde
beim zweiten Auftritt des East-West-Quartetts in Sendenhorst. 2007
waren Pianist Vadim Neselovskyi, Trompeter Dmytro Tyelmanov,
Kontrabassist Uli Bär und Schlagzeuger Benny Mokroß zum ersten Mal in
Haus Siekmann zu hören.