Für Kinder in Wolbeck

Konzept „Gesund aufwachsen in…“ ist erfolgversprechend / 450 Bewerbungen

1 Okt , 2005  

Münster – "Gesund aufwachsen in …", das Projekt zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit in münsterschen Stadtteilen, überzeugt auch die Gutachter bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Nach Angaben von Stadträtin Dr. Agnes Klein teilten sie mit, dass Münster damit die zweite Stufe im Bundeswettbewerb "Besser essen. Mehr bewegen." erreicht hat.

Bundeswettbewerb: Münster nahm erste Hürde

Die Jury hatte keine einfache Aufgabe. Sie musste unter 450 Bewerbungen auswählen, welche Projektskizzen das größte Potenzial haben, um gesunde Ernährung und Bewegung von Kindern zu fördern. Der Beitrag aus dem münsterschen Gesundheitsamt gehört zu den 50 Bewerbungen, die so sehr beeindruckten, dass nun in einem zweiten Schritt innerhalb von zwei Monaten ein detailliertes Konzept vorgelegt werden soll.

Unter den ausführlichen Konzepten werden die 25 Hauptgewinner ermittelt. Sie erhalten eine dreijährige Förderung, um ihre Projekte umzusetzen. Insgesamt hat das Bundesverbraucherministerium für den Wettbewerb 15 Mio Euro zur Verfügung gestellt.

Anlass für Münsters Projekt "Gesund aufwachsen in…" sind wachsende Entwicklungsprobleme und Gesundheitsrisiken sowie das sinkende Leistungsvermögen bei vielen Kindern. Dazu gehören Defizite wie Übergewicht, mangelnde Bewegung und massenhaft Medienkonsum. Die Ursachen sind bekannt: veränderter Lebensstil, Zerbrechen familiärer Bindungen und sozialer Beziehungen im persönlichen Lebensumfeld.

Der städtische Gesundheitsplaner Dr. Claus Weth: "Das Gesundheitsamt will Gesundheitsförderung in die Lebensbereiche der Kinder und Familien in den Stadtteilen hineintragen. Im Alltag von Kita und Schule, Freizeit und Familie soll ein gesundheitsfördernder Lebensstil zum Zug kommen." Das könne gelingen, wenn viele in den Stadtteilen mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihren jeweiligen Angeboten mitmachten – städtische Einrichtungen, Verbände, Vereine, Schulen und engagierte Eltern.

Modell-Stadtteil für "Gesund aufwachsen in…" ist Berg Fidel. Später soll der Ansatz auf weitere Stadtteile übertragen werden. Über das Gesunde-Städte-Netzwerk, dessen Geschäftsstelle sich im münsterschen Gesundheitshaus befindet, wird das Konzept auch anderen Kommunen zur Verfügung stehen.

Das Gesundheitsamt wird im nächsten Wettbewerbs-Schritt ein detailliertes Präventionskonzept zur weiteren Entscheidung vorlegen. "In diesem Konzept werden wir insbesondere die hervorragende Kooperation mit und das Engagement unserer Projektpartner, von der Kita über die Schule bis zum Sportverein hier vor Ort herausstellen. Dabei sind wir zuversichtlich, in die dritte und letzte Stufe des Wettbewerbs zu gelangen und somit die ausgelobten Projektmittel zu erhalten", so Jugend- und Gesundheitsdezernentin Dr. Agnes Klein

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