Klassenausflug in die Geschichte

Wenn die Schule wieder beginnt, gibt es noch genau drei Wochen die Gelegenheit, einen Ausflug in Münster Frühzeit zu machen. Für Schulklassen aller Altersstufen bietet die große Sonderausstellung "805: Liudger wird Bischof – Spuren eines Heiligen zwischen York, Rom und Münster" spezielle Kinder- und Schulprogramme.

Gerade der Wandel der Glaubens-, Lebens- und Wirtschaftsweise vor 1200 Jahren erweist sich für die Kinder als besonders spannend.

Die Sonderführung "Die verborgenen Anfänge der Stadt Münster" vermittelt einen zentralen Aspekt der Ausstellung: die neuen Forschungsergebnisse zur Frühgeschichte der Stadt. Nach einem kurzen Gang durch die Ausstellung, bei dem es archäologische Funde aus dem Domkloster und den ältesten Kirchen auf dem Domhügel zu entdecken gibt, geht es weiter mit einem Stadtrundgang. Die Teilnehmer erhalten zur Orientierung einen eigens zu diesem Zweck erstellten digitalen Plan der Siedlung Mimigernaford um 900.

Besser als Indiana Jones

Die zweite Sonderführung steht unter dem Motto "Was Indiana Jones und Lara Croft nicht wissen: Archäologie des Mittelalters". An Beispielen in der Ausstellung wird veranschaulicht, wie ein Archäologe arbeitet und was ihm die ausgegrabenen Objekte "erzählen".

Während die beiden Sonderführungen sowohl für die Sekundarstufe I, wie auch für die Sekundarstufe II geeignet sind, gibt es auch drei Programme für Grundschülerinnen und Grundschüler. "Alltag im Sachsenland" etwa erzählt von den damaligen Bewohnern Westfalens.

Christliche Buttons

Das Thema Mission ist Schwerpunkt des Programms "Die Fibel – der christliche Button". Aufhänger für das schwer zu vermittelnde Thema sind Gewandspangen (Fibeln) des 9. Jahrhunderts, die christliche Symbole tragen und deshalb als Zeichen christlichen Glaubens anzusehen sind. Die zahlreichen Originale in der Ausstellung sind Vorbild, wenn die Teilnehmer selbst Fibeln basteln.

Eine der einschneidendsten Veränderungen, die mit der Christianisierung einhergeht, ist die Einführung von Schriftlichkeit. Wer konnte damals Lesen und Schreiben, womit hat man geschrieben, wie entstanden Bücher? Antworten auf diese Fragen finden sich in der "klösterlichen Schreibstube" des Stadtmuseums. Bei "Lesen und Schreiben gestern und heute" heißt es dann, selbst zu Gänsekiel und Tinte greifen.
Die Sonderführung mit Stadtrundgang dauert 90 Minuten, alle anderen Programme jeweils 60 Minuten, eine Verlängerung auf 90 Minuten ist möglich. Schülerinnen und Schüler zahlen pro Person 3 Euro für die jeweilige Veranstaltung, ein Mindestbetrag von 50 Euro muss jedoch erhoben werden, um die Kosten zu decken. Der Eintritt in die Ausstellung ist im Klassenverband frei.

Information und Anmeldung unter Telefon: 0251/4 92-45 03 oder im Internet: www.liudger-wird-bischof.de

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