Münster-Wolbeck. Die Gründungsversammlung hat die Satzung des „St. Antonius Kapelle Wolbeck e.V.“ verabschiedet, ein Vorstand ist gewählt. Auch der nötige  Nach nicht ganz einfacher Sitzung präsentiert sich ein optimistischer Vorstand des "St. Antonius Kapelle Wolbeck e.V." Im Bild fehlt Alfons Natrup. Baugrund ist fast sicher, wenngleich anders als geplant. Günstige Vorzeichen für den Wiederaufbau der Kapelle hatte es genug gegeben, ganz problemlos verlief die Gründung im Pfarrsaal von St. Nikolaus am Sonntag jedoch nicht.
Bereits bekannt war, dass die Stadt Münster zum Verkauf des fraglichen
Grundstückes bereit ist. Die Probleme der letzten Wochen lagen unter
der Erde, berichtete Pfarrer Dr. Siegfried Kleymann: Unter einem Teil
der zunächst vorgesehenen Baufläche liegt ein städtischer
Regenwasser-Kanal. Der darf nicht überbaut werden. Eine Verlegung des
Kanals wäre zwar möglich, aber die Kosten wären sehr hoch, fand der
Kirchenvorstand. Nun kam eine Nachbarin dem Ansinnen entgegen
und stellte einen Teil ihres Grundstücks zur Verfügung. Der Bauplatz
ist damit etwas verschoben.
Den günstigen Bedingungen zum Trotz zeigte sich Kleymann nicht sicher,
ob an diesem Sonntag auch schon ein Vorstand würde gewählt werden
können.
Das erste Ziel war, eine Satzung für den zu gründenden Verein zu
verabschieden. Der vorliegende und an alle drei Dutzend Anwesende
verteilte Vorschlag war bereits mit dem Amtsgericht und dem
Generalvikariat abgestimmt. Zweck des Vereins sind Errichtung, Betrieb
und Unterhalt „einer Kapelle zum Zwecke des persönlichen oder
gemeinsamen Gebets“.
Der Vorstand tritt mit Wilhelm Runtenberg als 1. Vorsitzenden an, 2.
Vorsitzender ist Willi Osthues. Daniel Baumeister erklärte sich bereit,
Kassierer zu werden, Alfons Gernholt Schriftführer. Die vier Beisitzer
wurden Gerald Plenter, Martin Schulz und Michael Meinel sowie in
Abwesenheit Alfons Natrup.
Ob jemand Vorsitzender werden wollte, stand trotz einer „Murmelpause“
eine ganze Weile nicht fest. Doch viele zeigten ihre Bereitschaft, „im
zweiten Glied“ mitzuarbeiten. Da erklärte sich Runtenberg bereit. Die
Versammlung stimmte allen einstimmig zu.
Der Vorstand wird auf zwei Jahre gewählt. Diese Ergänzung und kleinere
Änderungen beschloss die Gründungsversammlung. Institutionelles
Mitglied des Vorstands ist der Pfarrer von St. Nikolaus. Ihm steht ein
Vetorecht über die die Nutzung der Kapelle zu.
Pfarrer Kleymann erklärte im Blick, trotz seiner Versetzung nach
Münster Mitglied des Vereins sein zu wollen. Mitglied des Vereins
können natürliche und juristische Personen werden.
Neben der Aufbringung der Geldmittel für den Bau steht der Verein vor
der Aufgabe, sich auf ein Gestaltungsprinzip für die Kapelle zu
verständigen. Geschlossen stimmte die Versammlung dafür, den
Kirchenvorstand um den Ankauf des städtischen Grundstücks zu bitten.
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