Ökumene in Münster-Südost

Jerusalem, Stadt der Begegnung

13 Mrz , 2006  

Sendenhorst. Die Fürbitten im Abschlussgottesdienst in St. Martin sprachen das Anliegen der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit noch einmal deutlich aus: Für Jerusalem, Stadt der Juden, Stadt der Muslime, gib ihnen die Kraft für Frieden und Reinheit, Toleranz und Hingabe, Stadt der christlichen Konfessionen, stärke sie in der Nachfolge auf Christi Weg.

Die eroberte und zerstörte Stadt, die heilige Stadt verschiedener Religionen war das Thema der achten Woche der Brüderlichkeit gewesen, die einen musikalischen Ausklang mit der Gruppe Saitenwind fand.

Martin Frost (r.) und Wilhelm BuddenkotteJerusalem galt auch die Offenbarung des Johannes, über die Dechant Wilhelm Buddenkotte sagte, das neue Jerusalen sei die Vision Gottes von einem Ort, an dem er Menschen guten Willens zusammenführe. Was der Vision entgegenstehe, seien manchmal wir selbst. Pfarrer Martin Frost von der evangelischen Gemeinde betonte, die Woche habe den Blick geöffnet für Wunden, die da sind und geschlagen wurden.

Die nun achte Woche der Brüderlichkeit hat Tradition und möchte eine neue begründen, die auf tätige Hilfe zielt – wofür Franz-Ludwig Blömker und Professor Herbert Ulonska auch um weitere Unterstützung bitten. Am Sonntag erhielt eine Albersloher Gruppe, die sich um Kinder aus Tschernobyl kümmert, die erste Bernhard-Kleinhans-Plakette verliehen, ergänzt um 250 Euro. Basilius Kleinhans, der Sohn des Sendenhorster Künstlers und Ehrenbürgers, hatte sie aus einem Arbeitsstück seines Vaters gefertigt. Der Einsatz für Frieden, Versöhnung und Toleranz soll auch in den nächsten Jahren zur Hilfe anstiften, wünschten sich Blömker und Ulonska im Gespräch mit den WN. Für den finanziellen Teil des Preises würde sich das Organisationsteam der Woche, dem auch Martina Bäcker und Gerd Wilpert angehören, über Spenden freuen. Die Veranstalter dieser Woche, die mit Vorträgen, einer Podiumsdiskussion, die auch muslimische Familien anzog, einem Theaterstück und einer Lesung mit Gedanken zu Israel und Deutschland meist sehr guten Zuspruch fand, waren die Stadt Sendenhorst, die Kirchengemeinden, die VHS Ahlen/Sendenhorst, die Realschule St. Martin Sendenhorst und als Kooperationspartner die Buchhandlung Ebbeke und der Förderverein Haus Siekmann. Eine jüdische Gemeinde gibt es in Sendenhorst seit den zwanziger Jahren nicht mehr.

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