Kunst und Kultur

Grüne begrüßen Umbenennung der Stiftung des westpreußischen Landesmuseums

15 Dez , 2005  

Als ersten Schritt in die richtige Richtung bewerten Hubertus Zdebel, Mitglied der Bezirksvertretung Hiltrup, und Rüdiger Sagel, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, die Entscheidung des Stiftungsrates des Westpreußischen Landesmuseums, die "Erik-von-Witzleben-Stiftung" in "Kulturstiftung Westpreußen" umzubenennen.

Grüne befürworten Umbenennung der Stiftung des westpreußischen Landesmuseums

"Die Grünen hatten diese Umbenennung, die sich aus der SS-Mitgliedschaft des Stiftungsnamensgebers Erik von Witzleben ergibt, nachdrücklich gefordert und eine öffentliche Debatte angeregt. Dies kann jetzt aber nur ein erster Schritt für einen Neubeginn sein," urteilen die Grünen in einer Pressemitteilung vom 14. Dezember.

Veröffentlichung des Gutachtens gefordert

Zdebel und Sagel "warten weiterhin gespannt" auf die Veröffentlichung des Gutachtens des münsterschen Professors für Geschichte,Dr. Hans-Ulrich Thamer, der von der Stiftung gebeten worden war, eine Expertise über Erik von Witzleben zu erstellen. "Nach unseren Informationen soll diese inzwischen vorliegen. Es wäre für die weitere Debatte gut, wenn die Stiftung die Thamer-Expertise jetzt auch der Öffentlichkeit vorlegen würde. Die Stiftung kann jetzt nicht auf halbem Weg stehen bleiben und wenn Dr. Lothar Hyss, Direktor des Westpreußischen Landesmuseums, jetzt davon spricht, alle Hausaufgaben gemacht zu haben, so gilt das zudem auch nicht für die ständige Ausstellung im Museum."

Diese Ausstellung ist nach Auffassung der Grünen teilweise historisch fragwürdig und bedarf einer konzeptionellen Überarbeitung. "Die Zeit von 1920 bis 1939, u.a. die Geschichte der deutschen Minderheit in Polen und die Geschichte des Freistaats Danzig zur Zeit der NS-Herrschaft, wird bis auf kleine Randnotizen nach wie vor ausgeblendet. Gleiches gilt für den Überfall auf Polen 1939, die Beteiligung des ‚Selbstschutzes‘ an der Ermordung tausender Juden und Polen, die Vertreibungen und Morde vor allem im KZ Stutthof im Reichsgau Danzig-Westpreußen bis 1945. Auch hier sind Stiftung und Museumsleitung aufgefordert, aufklärende Schritte zu unternehmen."

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