Familientreffen mit Bildern in Angelmodde – Geburtstag von Bernhard Miesch führt Freunde zusammen

Blumenbild Bernhard MieschMünster-Angelmodde.  Auch bislang nicht ausgestellte Bilder von Bernhard Miesch wollten die Heimatfreunde bei dieser zweiten Ausstellung anläßlich seines 100. Geburtstages im Gallitzin-Haus in Münster-Angelmodde zeigen. Der Versuch einer Retrospektive der Werke  des 1905 Geborenen und 1965 Gestorbenen gelang eindrucksvoll.

Auch bislang nicht ausgestellte Bilder von Bernhard Miesch wollten die Heimatfreunde bei dieser zweiten Ausstellung anläßlich seines 100. Geburtstages im Gallitzin-Haus zeigen. Der Versuch einer Retrospektive der Werke  des 1905 Geborenen und 1965 Gestorbenen gelang eindrucksvoll.

Zeitungen aktivierten Leihgeber

Im Juni hatten Artikel in den Tageszeitungen Münsters eine Sturzflut von Anrufen ausgelöst: Freunde und Bekannte meist aus Angelmodde und dem Großraum Münster, aber auch bis nach Herford, meldeten sich bei Dr. Ute Ewering und boten an, Werke aus ihrem Besitz als Leihgabe auszustellen, erzählten auch Geschichten und Anekdoten von Bernhard Miesch. Familie Busch-Mattisen stiftete den Heimatfreunden Angelmodde gar ein Bild. In bemerkenswert kurzer Zeit kamen Exponate von etwa fünfzig Leihgebern zusammen. Allein das Landesmuseum, das ebenfalls einige Bilder Mieschs sein eigen nennt, konnte sich an der Retrospektive zum 100. Geburtstag nicht mehr rechtzeitig beteiligen, so Ewering.
Die Verwandten des Künstlers brachten sich ein. Bei der Eröffnung am Sonntag waren seine Frau Käthe, seine Tochter Astrid Kröger mit Hans Kröger und seine Enkelin Johanna Miesch mit ihrem Vater Andre Miesch zugegen.Familie Bernhard Miesch

Dr. Ewering und Professor Kajo Plassmann eröffneten die Ausstellung mit sichtlichem Vergnügen über den starken Zuspruch und dankten den Leihgebern. Es klaffe sicher manche Lücke in ihren Wohnzimmern.

Leben und Werk des Bernhard Miesch: Deutschland, Frankreich, Münster und die Schanze

Miesch, der 1948 Mitglied der münsterschen Künstlergruppe "Schanze" wurde, werde als Wanderer zwischen zwei Welten dargestellt, so Ewering. Die Interpreten bezögen sich dabei auf seine Herkunft von einer westfälischen Mutter und einem lothringischen Vater oder auch auf die vielen längeren Reisen des nach dem Zweiten Weltkrieg in Angelmodde lebenden Miesch nach Spanien und Italien. Die Kunsthistorikerin Ewering sah dies anders: Eine gemeinsame Grundhaltung durchziehe alle, auch die unterschiedlichsten Bilder Mieschs.
In den Tuschebildern sei eindrucksvoll mit wenigen Stichen Tiefe geschaffen, der Bildaufbau konzentriere sich auf den Ausschnitt, worin die Unendlichkeit des Kosmos zu erfahren sei. Hier werde nach dem Stellenwert des Menschen im Universum gesucht.

Die Stillleben prägten trotz vieler kräftiger Farben auch gedämpfte Farben, immer sei der Gedanke der Vergänglichkeit enthalten, so, wenn etwa die an kräftigen roten Blüten reiche Blume auch verwelkende Blätter zeige.

Der Künstler sei ein Suchender gewesen, aber nicht innerlich zerrissen. In den dunkel-erdfarbenen Heide- und Wald-Bildern sei kein Gegensatz zu sehen zu dem blau und weiß der Werke aus mediterranem Ambiente; beide kennzeichneten Strenge und Ruhe, sagte Ewering.

Der Grundton sei kühle Strenge und geistige Klarheit. Menschen seien selten dargestellt und dann schemenhaft klein, der Natur untergeordnet.

Einladung zum Spenden und zur Mitgliedschaft im Verein der Heimatfreunde Angelmodde

Um solche Ausstellungen weiterhin möglich zu machen, so Ewering, sei auch Geld nötig, und lud zu Spenden und zum Eintritt in den Verein der Heimatfreunde Angelmodde ein.
Die Bilder sind vom 24. Juli bis 28. August im Gallitzin-Haus zu sehen, geöffnet ist sonntags von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr und dank der Präsenz von Peter-Wilhelm Roters auch samstags von 15 bis 17 Uhr.

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