Verkehr und Transport in Münster

Elf neue Baustellen bringen mehr Verkehrssicherheit in Münster

23 Jun , 2006  

Münster/Westfalen. Elf größere Baustellen im gesamten Stadtgebiet hat das städtische Tiefbauamt für das  Asphaltferienprogramm 2006 eingeplant. Rund 600 000 Euro kosten die dringend erforderlichen Asphaltarbeiten auf Münsters Straßen. Ab Montag, 26. Juni, bis zum Ende der Ferien arbeiten die Bautrupps nach einem straffen Zeitplan, der im Vorfeld natürlich mit den Stadtwerken, der Polizei und anderen Beteiligten abgestimmt worden ist.

"In den vergangenen Jahren hat es sich bewährt, größere Baustellen in die verkehrsärmeren Sommerferien zu legen", berichtet Tiefbauamtsleiter Michael Grimm. "Die Einschränkungen, die die Bauarbeiten für Anwohner, Pendler und andere Gäste der Stadt zwangsläufig mit sich bringen, fallen in dieser Zeit geringer aus." Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 23.06.2006 mit.

Die ersten Baustellen des Asphaltferienprogramms werden ab Montag, 26. Juni, auf dem Dingbänger Weg im Kreuzungsbereich mit der Mecklenbecker Straße und an der Glasuritstraße in Hiltrup eingerichtet. Während am Dingbänger Weg eine Tagesbaustelle mit Nachtarbeit vorgesehen ist, sind für die Glasuritstraße zwei Arbeitstage unterhalb der Brücke der Westfalenstraße eingeplant. In der zweiten Wochenhälfte beginnen die Vorarbeiten für die Baustellen an der Handorfer Straße zwischen Pröbstingstraße und Dorbaumstraße und an der Trauttmansdorffstraße auf der Auffahrt und Abfahrt Hammer Straße.

1225 Kilometer umfasst Münsters Straßennetz. Für den Erhalt und die Verkehrssicherheit sorgt das Tiefbauamt, das in Zeiten knapper Kassen ganz besonders von seinen langjährigen Erfahrungen mit einem effizienten Straßenerhaltungsmanagement profitiert. Regelmäßig begutachten städtische Straßenkontrolleure alle Straßen, Geh- und Radwege.. Schäden werden direkt vor Ort mit der Software "StraWeg" erfasst und dem Bauhof gemeldet. Bereits am nächsten Tag rücken die Bautrupps für die Reparaturen aus. Bei den Hauptverkehrsstraßen kommt "Stradivari" zum Einsatz: Ein mit moderner Messtechnik und einer Videokamera ausgestatteter Kontrollwagen ermittelt Risse und Dellen in den Fahrbahnen. Die Daten werden anschließend in die digitale Straßendatenbank eingespeist.

So ist es möglich, Straßenschäden frühzeitig zu beheben und das zahlt sich aus: Bei kleineren Schäden reicht es in der Regel, für rund 25 Euro pro Quadratmeter die obere Asphaltschicht zu erneuern. Wenn bei tiefen Rissen der gesamte Oberbau aufgefräst und die Straße in mehreren Schichten neu gebaut werden muss, schlagen immerhin 60 bis 80 Euro pro Quadratmeter zu Buche.

2006 stehen dem Tiefbauamt 4,7 Millionen Euro für den Erhalt der Straßen zur Verfügung. "Für uns wird es in den nächsten Jahren darum gehen, die vorhandenen Ressourcen optimal einzusetzen", blickt Tiefbauamtschef Grimm angesichts schrumpfender Budgets in die Zukunft. Keinen Zweifel lässt er daran, dass die Stadt Münster ihren gesetzlichen Verpflichtungen auch in Zukunft nachkommen und die Verkehrssicherheit auf den Straßen garantieren kann. "Das münstersche Straßennetz ist im NRW-Vergleich nach wie vor eines der besten."

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