Münster. 31,5 Millionen Fahrgäste waren im Jahr 2005 mit Münsters
Stadtbussen unterwegs, 2007 kletterte die Zahl auf 32,8 Millionen. "Die
deutlich gestiegenen Fahrgastzahlen und das große Interesse an den
verschiedenen Abo-Angeboten, mit denen sich die Kunden langfristig
binden, zeigen, dass wir mit der Umsetzung des 2. Nahverkehrsplanes der
Stadt Münster auf dem richtigen Weg sind", erläutert Dr.
Friedrich-Wilhelm Oellers, Leiter der städtischen Verkehrsplanung.
2005
hatte der Rat die von der Verkehrsplanung und dem Nahverkehrsmanagement
der Stadtwerke gemeinsam erarbeitete Fortschreibung des
Nahverkehrsplanes verabschiedet. Jetzt wird in den parlamentarischen
Gremien ausführlich über die Erfahrungen mit den 2006 und 2007
umgesetzten Neuerungen berichtet.
Als besonderen Erfolg
verbuchen Stadt und Stadtwerke das neu gestaltete Angebot für
Gievenbeck: Die neue Stadtbuslinie 22, die von Wolbeck durch die
Altstadt nach Gievenbeck fährt, ist bei den Fahrgästen sehr beliebt.
Allein im Bereich Auenviertel / Toppheide ist die Zahl der Fahrgäste um
1500 pro Tag gestiegen.
Abo-Zuwachs bei Busfahrern um Stadtteil Kinderhaus
Auch für den Stadtteil Kinderhaus ziehen
die Planer nach zwei Jahren eine positive Bilanz. Dort hatten sie nach
eingehender Analyse der Situation ein Überangebot an Fahrten
ausgemacht. Die Folge: Eine von fünf Stadtbuslinien wurde Anfang 2006
eingestellt, die verbleibenden vier Linien wurden neu geordnet. Dies
führte anfangs zu teilweise heftigen Protesten der Anwohnerinnen und
Anwohner. "Inzwischen hat sich das neue Konzept aber bewährt, die
Fahrgäste nehmen die Angebote an", berichtet Verkehrsplaner Dietmar
König und verweist auf den leichten Zuwachs bei den Abo-Zahlen in
Kinderhaus.
Stadtbussystem: Nachtbusverkehr, neue Haltestelle ...
Um das Stadtbussystem so attraktiv wie möglich zu
machen, haben Stadt und Stadtwerke in den vergangenen zwei Jahren auch
zahlreiche Kundenwünsche aufgegriffen. So richteten sie beispielsweise
am Yorkring eine neue Haltestelle ein und setzten Anregungen für den
Nachtbusverkehr über Warendorfer und Weseler Straße um. Flankiert
wurden die planerischen Maßnahmen von der kundenfreundlichen
Weiterentwicklung des Tarifsystems mit dem 9-Uhr-Tagesticket und dem
9-Uhr-Gruppenticket. Weiter angeboten werden konnte das
Semester-Ticket. Von Ende 2003 bis Ende 2007 ist der Abo-Bestand
insgesamt um beachtliche 31 Prozent von 11 100 auf 14 500 gewachsen.
Fahrplankonzept
soll Stadtbusse als Verkehrsmitteln fördern
Mit
der aktuellen Vorlage empfiehlt die Verwaltung dem Aufsichtsrat der
Stadtwerke und den parlamentarischen Gremien, das Fahrplankonzept
weiter zu verfolgen, um die Stadtbusse als umweltverträgliche
Verkehrsmittel zu stärken.
|