Blitz-Umfrage unter Einzelhändlern in Münster nach der Wahl: „Jamaika“ wäre gut fürs Geschäft

Wenn es nach dem Einzelhandel geht, dann ist eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen die beste Lösung für neue Kaufkraft. Eine telefonische Umfrage unter Münsters Einzelhändlern am Tag nach der Wahl hat ergeben, dass fast die Hälfte der Befragten von einer schwarz-gelb-grünen
"Jamaika-Koalition" am meisten positive Impulse erwarten.

Eine große Koalition ist für die Händler in der Westfalenmetropole nur die zweitbeste Alternative, aber immer noch vorstellbar. Obwohl sich der überwiegende Teil der Befragten eine Regierungsbeteiligung der CDU wünscht, ist eine Mehrwertsteuererhöhung nach wie vor das Schreckgespenst: 85 Prozent befürchten in diesem Fall schlechtere Bedingungen für den Einzelhandel.

"Ob ‚Jamaika‘ oder große Koalition – nun liegt es an den Parteien, zügig eine tragfähige Mehrheit zu schaffen", bewertet Hubertus Pellengahr das Meinungsbild der Befragten. Für den Geschäftsführer und Pressesprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels sind die Inhalte entscheidend: "Eine Hängepartie oder sogar Stillstand bis zu Neuwahlen darf es jetzt nicht geben", betont er. Seiner Ansicht nach sind die Fortführung der Reformpolitik und eine Belebung des Arbeitsmarktes die drängendsten Aufgaben der neuen Regierung. "Hier geht es um
noch mehr, als die für den Einzelhandel wichtige Mehrwertsteuerfrage: Nun zeigt sich die Festigkeit der Demokratie."

Münster ist ein attraktiver Einzelhandels-Standort: Das Umsatzniveau je Einwohner liegt hier 45 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, wie eine Studie des Düsseldorfer Makler- und Beratungsunternehmens Kemper’s ergeben hat.

Die Blitz-Umfrage hat der Wirtschaftinformationsdienst gemeinsam mit der Abteilung Research der MSM-Gruppe (Marketing Service Münster GmbH) durchgeführt. Für das Meinungsbild wurden 45 Einzelhändler aus Münsters Innenstadt spontan befragt.

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