Kultur

Besucherzahl der Stadtbücherei Münster hat 2006 wieder Millionengrenze überschritten

4 Jan , 2007  

Münster.-  Millionen Bücher und Medien ausgeliehen. Zugleich hat die Besucherzahl erneut die Millionengrenze überschritten. Von Januar bis Dezember 2006 registrierte die Stadtbücherei 1,14 Millionen Nutzer. Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 2.1.2007 mit.

Bibliotheksleiterin Monika Rasche kann zufrieden sein: "Angesichts der Gebührenerhöhungen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung habe ich für 2006 nicht unbedingt mit einem solchen Erfolg gerechnet. Umso mehr freue ich mich, dass der größte Teil der Kunden der Bücherei treu geblieben ist – auch wenn viele zunächst wegen der höheren Gebühren geschluckt haben."

Stadtbücherei beliebt bei Kindern und Jugendlichen

Besonders beliebt ist die Stadtbücherei nach wie vor bei Kindern und Jugendlichen. Seit Beginn des Jahrtausends hat die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig die Bücherei nutzen, um 21 Prozent zugenommen. Damit leiht ein Drittel der Altersgruppe bis 18 Jahren regelmäßig Bücher und Medien aus. Der Anteil derer, die regelmäßig kommen, dürfte noch größer sein, denn viele nutzen auch Büchereien als Aufenthaltsort, wo sie in Ruhe lesen, lernen und spielen können.

Direkter Kontakt zu Kitas und Schulen

Monika Rasche führt diesen Erfolg in erster Linie darauf zurück, dass die Stadtbücherei seit Jahren den direkten Kontakt zu Kitas und Schulen sucht. So werden auch Kinder erreicht, die im Elternhaus nicht an das Lesen herangeführt werden – und die Zahl dieser Kinder nimmt nach einer Studie der Stiftung Lesen immer mehr zu.

Zusammenarbeit mit den Schulen verstetigen

Um die Zusammenarbeit mit den Schulen zu verstetigen, hat die Bibliothek 2006 mit acht Grundschulen Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen, die sich in der Nähe von Stadtteilbüchereien befinden oder die regelmäßig vom Bücherbus angefahren werden. Den Rahmen hierzu bildet die Initiative "Bildungspartner NRW –  Bibliothek und Schule".

Über die Kinder kommen auch Mütter oft zum ersten Mal in ihrem Leben in Kontakt mit einer Bibliothek. Das war zum Beispiel vor kurzem in Coerde der Fall, wo Migrantinnen bei einer Führung die Bücherei im Stadtteil kennen lernten.

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