Arbeitskreis Flüchtlinge in Südost bildet Arbeitsgruppen und wird praktisch

Münster-Angelmodde. Er wächst weiter und geht in die konkrete Arbeit: Der Arbeitskreis Flüchtlinge Südost traf sich am Mittwochabend zum zweiten Mal in den Räumen der evangelischen Friedens-Kirchengemeinde in der Straße Zum Erlenbusch. Nun waren es 40 Teilnehmer, eingeschlossen Nadia Bryan-Aertken vom Sozialamt der Stadt Münster, Jochen Kriegeskorte von der Diakonie  und Diakon Ralph Bisselik von der Gemeinde St. Nikolaus Münster.

 Eine hilfsbereite junge Frau bedauerte, es sei für Hilfsbereite schwer, Informationen zu finden. Es gebe noch viel mehr Hilfsbereite, meinte sie und sagte mit Blick auf die zwei Freundinnen neben ihr: „Die Mädels sind gleich mitgekommen“. Auch andere Gesichter in der weiten Runde waren neu.Eine Arbeitsgruppe widmete sich gleich dem Thema Öffentlichkeitsarbeit, auf das Defizit war auch das Web-Team der Friedens-Kirchengemeinde schon aufmerksam geworden. Vielleicht gibt es bald Informationen auch auf einer Facebook-Seite. Es gebe noch mehr Hilfsbereite, ist auch Bisselik überzeugt: „Man hat sie noch nicht erreicht“.

Wie dringend neben der Unterbringungs-Frage Hilfe aus der Bevölkerung ist, unterstrich Bryan-Aertken: „Wir stopfen im Moment Löcher.“ Zum Flüchtlingswohnheim Angelsachsenweg in einigen ehemaligen Wohnungen britischer Militärangehöriger lädt Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau mit dem Sozialamt schon am nächsten Montag, dem 24.11. um 18 zu einer Informationsveranstaltung in der Friedens-Kirche.Andere Arbeitsgruppen kümmern sich in separaten Treffen um Willkommens-Grüße mit Info-Mappen, Brot und Salz, eine Gruppe um Gerhard Canstein um Spracherwerb mit Unterricht für Erwachsene und Hausaufgabenhilfe, eine vierte Gruppe, „Begleitung & Hilfe“ nähert sich dem Thema Patenschaften, das von Gabriele Limbach von der Caritas bearbeitet wird, die  fünfte Gruppe um Kriegeskorte um Kinder und Jugendliche, etwa mit Spielangeboten und Mutter-Kind-Gruppen. Dennoch, so Bisselik, gebe es noch Bedarf an Helfern (Pfarrbüros 02506 8101110 und 0251 627883).
Die Ideen für Angelmodde ähnelten sehr denen für die Flüchtlinge auf dem Hof Buddenbäumer. So greift man auf viel Erfahrung zurück.
Eine Begegnung mit den inzwischen 47 Flüchtlingen aus zehn Familien soll am 18.12. nachmittags in der Friedens-Kirche stattfinden.
Einen zweiten Vortrag zu rechtlichen Fragen der Flüchtlingssituation gibt es am 4.12. mit Volker Maria Hügel von der GGUA.

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