Wirtschaft und Wirtschaftspolitik

9190 Euro Steuern zahlt der Durchschnitts-Münsteraner

18 Jan , 2007  

Münster.- 719 Millionen Euro haben die Münsteranerinnen und Münsteraner im Jahr 2001 an Lohn- und Einkommensteuer an das Finanzamt gezahlt. Nur gut 78 000 aller 98 783 Steuerpflichtigen mussten überhaupt zahlen. Die Statistiker vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung haben mit der kleinräumigen Lohn- und Einkommensteuerstatistik aktuell Daten des Landes aufbereitet. Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 18.01.2007 mit.

Statistiker haben kleinräumige Lohn- und Einkommensteuerstatistik aufbereitet

Erstmals können die städtischen Statistik-Experten nun detaillierte Antworten geben auf die Frage, wo in Münster die Geldverdiener wohnen. Nicht uninteressant, wenn es beispielsweise darum geht, wo ein Unternehmen sich ansiedeln möchte. Die meisten Steuerzahler (3770) kann das Kreuzviertel vorweisen, gefolgt vom bevölkerungsreichsten Stadtteil Gievenbeck (3480) und von Mauritz-Mitte (3317). Jedoch war die Summe der fälligen Steuern mit 37,1 Mio. Euro in Mauritz-Ost am höchsten, vor dem Kreuzviertel und Gievenbeck.

Noch spannender wird es, wenn man die Summen aus den Steuerbescheiden ins Verhältnis zur Anzahl der Steuerpflichtigen setzt: Dann führt Sentrup die Hitliste mit Abstand an. Dort zahlte man im Durchschnitt 24 602 Euro Lohn- und Einkommensteuer. Im Bezirk Schloss berappten die steuerpflichtigen Bürgerinnen und Bürger immerhin noch durchschnittlich 14 576 Euro, in Sprakel 13 905 Euro. Bezogen auf ganz Münster liegt die durchschnittliche Steuerlast übrigens bei 9190 Euro.

Eigentum verpflichtet

Eigentum verpflichtet: Gut 260 Mio. Euro, also 36,1 Prozent der Steuereinnahmen aus der Lohn- und Einkommensteuer, brachten diejenigen auf, die im Jahr 2001 etwa 100 000 Euro und mehr verdienten. Alle die unter 30 000 Euro lagen, trugen noch gut zehn Prozent zum gesamten Steueraufkommen bei.

Erstmalig kleinräumige Steuerstatistik für Münster

Auf der Grundlage der Zahlen von 2001 haben die städtischen Statistiker nun zum ersten Mal diese kleinräumige Steuerstatistik für Münster aufbereitet. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW erhebt die relevanten Daten alle drei Jahre. Aktueller geht´s dennoch nicht: Die Abgabefristen für die Einkommensteuererklärung sind lang, dazu kommen in vielen Fällen Verzögerungen durch Einsprüche, bis ein Steuerbescheid Bestand hat.

Reihe „SMS – Statistik für Münsters Stadtteile“

Die Steuerstatistik ist ein weiterer Beitrag aus der Reihe „SMS – Statistik für Münsters Stadtteile“. Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich im Internet unter der Adresse www.muenster.de/stadt/stadtplanung/zahlen.html schlau machen.

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