Stadtentwicklung

20. Münsteraner Wohnungswirtschaftliche Gespräche an der WWU

18 Sep , 2009  

Münster/Stadtentwicklung. Wohnen in der Stadt ist wieder gefragt – viele Menschen ziehen aus dem Umland zurück. Für die Städte bedeutet diese Entwicklung, dass sie um neue Einwohner konkurrieren müssen. Vor diesem Hintergrund veranstalten das Institut für Siedlungs- und Wohnungswesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und die münstersche Gesellschaft zur Förderung der Forschung auf dem Gebiet des Siedlungs- und Wohnungswesens e.V. am Freitag, 25. September 2009, die 20. Münsteraner Wohnungswirtschaftlichen Gespräche.

Konkurrenz um neue Bürger

Das Jubiläumssymposium mit dem Titel „Wohnen, Leben, Einkaufen: Neuer Standortwettbewerb um Menschen" wird sich mit den Kooperationsnotwendigkeiten und -möglichkeiten der beteiligten Akteure, zum Beispiel Kommunen und Einzelhandel, befassen. Es soll erörtert werden, welche Städte die Nase vorn haben werden, welche um ihre Zukunft bangen müssen und wie vor allem die Wohnungswirtschaft auf diese Entwicklungen reagieren kann.
Durch die demografische Entwicklung und die Wanderungen von Haushalten verändert sich die Position der Städte und Gemeinden im Standortwettbewerb. Zum einen wird es in Zukunft mehr ältere und weniger jüngere Menschen geben. Junge Familien werden „Mangelware". Zum anderen haben die Stadt-Umland-Wanderungen an Bedeutung verloren. Über viele Jahre hinweg sind die Menschen von der Stadt ins Umland gezogen. Nun kann man das Gegenteil beobachten: Viele Ältere zieht es zurück in die Stadt und mehr Haushalte als bisher bleiben in der Stadt.

Im interkommunalen Wettbewerb um Bevölkerung wird deshalb jede Kommune versuchen, ein entsprechendes Angebot an Flächen und Wohnungen, das den kaufkräftigen Nutzergruppen hinsichtlich Qualität, Preis und Familienfreundlichkeit entspricht, zur Verfügung zu stellen. Das Gleiche gilt für Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten und kulturelle Angebote. Umgekehrt bedingen ein solch attraktives Angebot und die dazu notwendigen Investitionen aber auch gewisse Mindesteinwohnerzahlen. Daraus lässt sich ableiten, dass Standortpolitik eine integrierte Aufgabe ist: Kommunen, Wohnungswirtschaft, Vermieter, Einzelhandel – alle müssen an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, Einwohner an sich zu binden oder neue zu gewinnen.

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