16 Kinder absolvieren Förderprogramm der Schulpsychologischen Beratung in Münster

Was bringt Schülerinnen und Schüler dazu, in den Sommerferien zwei Wochen lang im Intensivkurs für ihre "schwierigsten" Fächer zu lernen – und dabei noch Spaß zu haben? "Kein Widerspruch", sagt Anke Landenberger von der Lernwerkstatt der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt.

Die Stimmung in der Turnhalle der Margaretenschule gibt ihr Recht. Dort haben in einer "Bewegungslandschaft" 16 Grundschüler mit besonderen Schwierigkeiten im Erlernen von Lesen und Rechtschreiben oder Rechnen ihren individuellen Handicaps spielerisch den Kampf angesagt.

Ganzheitliches Förderprogramm der Lernwerkstatt in Münster

Die Mädchen und Jungen beteiligen sich an einem ganzheitlichen Förderprogramm, das die Lernwerkstatt seit 1992 schon zum achten Mal anbietet. Pädagogische Fachkräfte, Psychologinnen und eine Motopädin gehen in dem ganzheitlichen, auf Erfahrungen mit allen Sinnen beruhenden Kurs auf die individuellen Stärken und Problemfelder der Kinder ein. Spiel und Bewegung, Gedächtnis- und Konzentrationstraining, Arbeits- und Lerntechniken wechseln sich ab – die Devise lautet "Lernen mit dem Kopf und dem ganzen Körper".

Lernmotivation stärken

Zur ganzheitlichen Förderung gehört zum Beispiel täglich eine "Bewegungseinheit" in der Turnhalle. Auch Kanufahren und heilpädagogisches Voltigieren stehen auf dem Programm. Das macht Spaß, fördert Selbstvertrauen, stärkt die Lernmotivation – eine Grundvoraussetzung, um aus dem Teufelskreis von Misserfolgen und Ängsten auszubrechen, der vielen Lernstörungen zugrunde liegt.

"Ich kann was!" erfahren diese Kinder. Wer das von sich sagen kann, kann im Schulalltag besser lernen. Schon in wenigen Tagen werden die Mädchen und Jungen diese positiven Erfahrungen mit dem Beginn des neuen Schuljahres in ihren Grundschulen nutzen können.

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